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meine spezialisierten Methoden

Fascia Massage Therapy, Faszienmassage Therapie

Bei der Faszienmassage entwirrt oder löst man manuell Verdrehungen, Verklebungen, Faltungen und Distorsionen im faszialen Netzwerk. Da die Fascia den ganzen Körper verbindet, entstehen oft weitere Problemzonen im Verlauf faszialer Ketten. Um ein bestmögliches Gleichgewicht, bzw. eine Harmonie des faszialen Netzwerks im Körper zu erreichen, behandelt und rebalanciert man dieses durch die Faszienmassage bzw. der Faszientherapie möglichst ganzheitlich.

Fascial Distortion Model, Fasziendistorsionsmodell, Faszientherapie FDM Typaldos

Das Fasziendistorsionsmodell wurde von Stephan Typaldos D.O. (1957-2006) entwickelt. Beim FDM achtet der Therapeut auf die Schmerzgestik des Patienten und die Beschwerde wird in sechs, fasziale Distorsions-Modelle eingeteilt. Bei einer erfolgreichen Korrektur der Fascia durch die Fasciamassage bzw. der Fasciatherapie, kann die Funktion der Muskeln und Gelenke effektiv und der Schmerz nachvollziehbar, spürbar verbessert werden. „Muscles don´t matter – think Fascia“

Sport-Rehabilitation, Sporttherapie

Die Sportrehabilitation ermöglicht es nach einer Sportverletzung oder einem Sportunfall eine schnellst-, bestmögliche Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit. Dabei wird durch die Faszienmassage-Therapie speziell die Kraft und die Funktion der Muskeln sowie Gelenke rehabilitiert.

Sportmassage

Die Sport-Massage ist speziell für Sportler zur Steigerung der Leistungsfähigkeit, Behebung von Überbelastung und für eine schnelle Erholung abgestimmt. Eine rasche Regenerationsfähigkeit gehört für einen Spitzensportler, wie die hohe Trainingsintensität, zum Alltag.

Viszerale Osteopathie, Colon-Massage

Bei der viszeralen Osteopathie (Thorax, Abdomen, Pelvis; Brust-, Bauch-, Beckenhöhle) löst man Verklebungen durch sanfte, manuelle Bewegungen zwischen den Organen und deren Faszien. Damit wird die Mobilität und die Motilität der Organe erhöht und dessen Funktion gesteigert. So können Schmerzen und Funktionsstörungen durch viszero-somatischen Belastungen am Bewegungsapparat vorgebeugt und behandelt werden. Die Kolonmassage bezeichnet speziell die Behandlung des Dickdarms.

Craniomandibuläre Dysfunktion, Kiefergelenkbeschwerden, Temporomandibuläre Dysfunktion CMD/TMD

Eine Kraniomandibuläre- und Temporomandibuläre-Dysfunktion kann z.B. Kiefergelenkschmerzen, Myoarthropathien, nächtliches Zähneknirschen – Bruxismus, eine Migräne, Schwindel oder sogar Tinnitus auslösen. Durch manuelles Lösen faszialer Fehlspannung der Kaumuskeln (z.B. Fascia Masseterica – M. Masseter, Fascia Temporalis – M. Temporalis) kann man auch durch Stress hervorgerufene Spannungskopfschmerzen behandeln. Bei Kiefergelenk-Knacken kann man Einfluss auf die Fehlgleitung des Diskus und die Kieferschmerzen nehmen.

Myofascial-Release-Therapie

Bei der Myofascialrelease-Therapie werden mit den Händen erhöhte Spannungen in der Haut aufgesucht. Manuell wird der muskelfasziale Zug durch sanfte, kontinuierliche Bewegungen gelöst und gewartet bis die Fehlspannung im Gewebe nachlässt. Man therapiert beim direkten Myofascial Release MFR gegen den Spannungszug und beim indirekten IMFR entlang der Spannung einstellend. Beim Combined Myofascial Release CMFR kombiniert man Annäherung der Positionierung mit dem Halten  gegen den Zug.

Triggerpunkt-Behandlung

Die Triggerpunkttherapie hat als Ziel die Beseitigung sogenannter „myofaszialer Triggerpunkte“. Beim Fasziendistorsionsmodell FDM werden spezifische Triggerpunkte in das entsprechende Modell eingeteilt und diesem angepasst reponiert bzw. behandelt.

Schröpfen, Cupping

Schröpfen ist eine Hautreiztherapie, die zu den ausleitenden Verfahren gehört. Mit Schröpfgläsern, die auf die Haut aufgesetzt werden, sollen Schadstoffe über die Haut ausgeleitet werden. Die Schröpfkopfmassage und das trockene Schröpfen werden auch bei der Faszientherapie FDM angewandt. Beim Fasciendistorsionsmodell kann man spezifische Fazienveränderungen mit Hilfe der Schröpfkopfmassage entsprechend behandeln. In der traditionellen chinesischen Medizin gehört Schröpfen zu den gebräuchlichen Behandlungsmethoden.

Hotstone-Massage

Bei der Hotstonemassage werden warme Steine bei spezifischen Problemzonen kurz aufgelegt. Die Faszie reagiert schnell auf die gerade noch hautverträglich, hohen Temperaturen. Anschließend wird die Distorsion der Fascia mit der Fasciamassagetherapie nachbehandelt.

Fascia-, Sport-, Kinesio-, Lymph-Taping

Beim Tapen werden Faszien, Muskeln, Bänder und Lymphgefässe anatomisch durch einen funktionellen Verband unterstützt oder befestigt.

Medizinische Massage, Therapeutische Massage

Bei der medizinischen Massage behandelt der von der Krankenkasse anerkannte „Med. Masseur eidg. FA“ therapeutisch, wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich am kranken oder verunfallten Patienten.

Klassische Massage

Die klassische Massage ist ein manuelles Behandlungsverfahren, das überwiegend zur Vorbeugung und Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparats eingesetzt wird.

Bindegewebsmassage

Die Bindegewebsmassage ist eine Form der Reflexzonenmassage, bei der vor allem das subkutane Bindegewebe behandelt wird.

Lymphdrainage manuelle

Bei der manuellen Lymphdrainage handelt es sich um eine spezielle Massagetechnik, mit der Lymphstauungen (Lymphödem, Lipödem) im Gewebe beseitigt werden können. Bei der Faszientherapie FDM werden Lymphödeme als eine entsprechende Distorsion der Faszie angesehen.

Fussreflexzonenmassage

Die Fussreflexzonen-Massage ist eine Sonderform der Reflexzonenmassage, bei der spezielle Reflexzonen der Füsse behandelt werden.

Elektrotherapie / TENS / Ultraschall

Die Elektrotherapie gehört zu den Verfahren der physikalischen Therapie. Mit Hilfe von elektronischen Geräten fliessen elektrische Ströme unterschiedlicher Frequenz durch den Körper oder Körperteile, um Krankheiten zu behandeln.

Kneipp- / Hydro- / Thermotherapie

Bei der Kneipp-Therapie handelt es sich um ein ganzheitliches Heilverfahren, das vor allem aus Wasseranwendungen, aber auch aus einer speziellen Ernährungslehre, Heilpflanzenkunde, Bewegungstherapie und einer sogenannten Ordnungstherapie besteht. Man spricht auch von den „fünf Säulen“ der Kneipp-Therapie.

Wickel / Umschläge / Fango

Bei den Wickeln, Umschlägen oder Fango handelt es sich um eine Anwendungsform der Hydrotherapie, bei der bestimmte Körperteile eingehüllt werden. Wickel und Umschläge bezeichnen dieselbe Methode.

Klassische Massage

Die klassische Massage ist ein manuelles Behandlungsverfahren, das überwiegend zur Vorbeugung und Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparats eingesetzt wird.

Bei der klassischen Massage werden mit den Händen Druck- und Zugreize auf Gewebe und Muskeln ausgeübt. Die Berührungen haben zum einen eine direkte körperliche Wirkung, in dem sie verkrampfte Muskulatur dehnen und entspannen. Dadurch werden auch Schmerzen, die durch Verspannungen entstehen, beseitigt. Zum anderen übt die Massage einen positiven Einfluss auf den Herzschlag, den Blutdruck, die Atmung und die Verdauung aus und fördert so die Entspannung und das Wohlbefinden.

Herkunft:

Massieren ist weltweit eine der ältesten Behandlungsmethoden. Bereits in chinesischen Schriften aus dem Jahr 2600 v. Chr. wurden Massagehandgriffe beschrieben, und auch in der indischen Heilkunst sind frühe Beschreibungen von Massagen in Verbindung mit ätherischen Ölen und Kräutern bekannt. Die griechischen Ärzte Hippokrates (460-375 v. Chr.) und Galenos (129-199 n. Chr.) wendeten Massagen als Heilmethoden an und trugen dadurch zu deren Verbreitung in Europa bei. Während des Mittelalters gerieten die Massagemethoden teilweise in Vergessenheit. Erst im 16. Jahrhundert setzte der französische Chirurg Ambroise Paré (1510-1590) wieder Massagen zur Rehabilitation nach Operationen ein und etablierte die Behandlung auf diese Weise erneut in der Medizin.

Als einer der Väter der heute in der westlichen Welt verbreiteten Techniken der klassischen Massage gilt der schwedische Masseur Pehr Henrik Ling (1776-1839). Die klassische Massage wird deshalb auch als schwedische Massage bezeichnet. Ling war zunächst als Fecht- und Gymnastiklehrer an der Universität Lund in Schweden tätig. Im Jahr 1813 gründete er das Gymnastische Zentralinstitut in Stockholm, wo er seine Art der Gymnastik weiterentwickelte und lehrte. Diese gymnastischen Übungen wurden bald so populär, dass sie in Schulen und bei der Armee eingeführt wurden. In Lings Aufzeichnungen fanden sich auch Hinweise auf verschiedene Massagegriffe. Diese wurden später von dem holländischen Arzt Johan Georg Mezger (1839-1909) und dem deutschen Orthopäden Albert Hoffa (1859-1907) aufgegriffen, die daraus die heute gebräuchlichen Massagegriffe der klassischen Massage entwickelten. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstanden zahlreiche andere Massageformen wie Reflexzonenmassage, Bindegewebsmassage oder Lymphdrainage.

Die klassische Massage ist heute die am häufigsten angewendete manuelle Therapieform und wird von speziell ausgebildeten Masseuren oder Physiotherapeuten durchgeführt.

Bindegewebsmassage

Die Bindegewebsmassage ist eine Form der Reflexzonenmassage, bei der vor allem das subkutane Bindegewebe behandelt wird.

Die Bindegewebsmassage gehört zum Formenkreis der Reflexzonenmassagen und basiert wie diese auf der Theorie der Reflexzonen des englischen Neurologen Henry Head. Danach stehen die inneren Organe über Nervenbahnen mit bestimmten, klar umgrenzten Hautgebieten in Verbindung. Diese Hautgebiete werden auch als Head’sche Zonen oder Reflexzonen bezeichnet. Aufgrund dieser Nervenverbindungen treten bei einer Erkrankung eines inneren Organs auch Veränderungen in der entsprechenden Reflexzone auf. Diese Veränderungen können auch das Unterhautbindegewebe betreffen: In den entsprechenden Bereichen ist die Haut fester mit der Unterhaut verbunden, das Unterhautbindegewebe erscheint aufgequollen oder eingezogen. Bei der Bindegewebsmassage wird das betroffene Unterhautbindegewebe gezielt massiert. Die Behandlung wirkt zum einen lokal, indem sie Verspannungen und Verhärtungen löst. Zum anderen können durch die Massage auch entfernt liegende Organe und Körpergebiete positiv beeinflusst werden, die mit der behandelten Körperzone in Verbindung stehen. Die Bindegewebszonen werden unterteilt in Kopfzonen, Bronchialzone, Armzone, Magenzone, Leberzone, Herzzone, Nierenzone, Darmzone, Genitalzone, Blasenzone sowie Venen-Lymphzone.

Herkunft:

Die Technik der Bindegewebsmassage wurde in den 1920er Jahren von der deutschen Krankengymnastin Elisabeth Dicke (1884-1952) entwickelt. Sie litt 1929 unter so schweren Durchblutungsstörungen, dass die Amputation eines Beines drohte. Wegen des langen Liegens quälten sie ausserdem Rückenschmerzen und sie begann, sich selbst im Bereich des Beckens zu massieren. Dabei bemerkte sie an bestimmten Stellen Schwellungen unter der Haut, die sie trotz der erhöhten Schmerzempfindlichkeit besonders intensiv behandelte. Durch die Eigenmassage verschwanden nicht nur die Rückenschmerzen, sondern es besserten sich auch die Durchblutungsstörungen im Bein, sodass es nicht amputiert werden musste. Ihre Beobachtungen nahm Elisabeth Dicke zum Anlass, auch bei ihren Patienten nach entsprechenden Veränderungen im Unterhautbindegewebe zu suchen und diese mit ihrer speziellen Massagetechnik zu behandeln. Ab 1938 arbeitete sie gemeinsam mit der Krankengymnastin Hede Teirich-Leube (1903-1979) daran, die neue Massagetechnik weiterzuentwickeln und zu verfeinern und liess sie mit Unterstützung des Sportmediziners Wolfgang Kohlrausch (1888-1980) an der Universität in Freiburg klinisch untersuchen. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen veröffentlichten die beiden Krankengymnastinnen 1942 in einem gemeinsamen Buch.

In den 1950er Jahren verbreitete sich die Methode rasch und wurde sowohl in Deutschland als auch in Europa von Krankengymnasten und Ärzten eingesetzt. Heute gehört die Bindegewebsmassage zu einer der vielen Behandlungsmethoden, die im Rahmen der Physiotherapie zum Einsatz kommen.

Lymphdrainage manuelle

Bei der manuellen Lymphdrainage handelt es sich um eine spezielle Massagetechnik, mit der Lymphstauungen (Lymphödem, Lipödem) im Gewebe beseitigt werden können.

Das Lymphgefässsystem des Körpers hat die Aufgabe, die Flüssigkeit (Lymphe) aus dem Gewebe aufzunehmen und in die Blutgefässe abzuleiten. Eine gestörte Funktionsfähigkeit dieses Drainagesystems zum Beispiel infolge von Verletzungen oder nach Operationen kann zu einer Ansammlung von Flüssigkeit in den Zellzwischenräumen führen. Als Folge davon können Schwellungen (Ödeme) entstehen. Die manuelle Lymphdrainage ist eine entstauende Massnahme, mit deren Hilfe die Motorik der Lymphgefässe angeregt und damit der Abtransport überschüssiger Gewebsflüssigkeit erleichtert werden soll. Darüber hinaus hat die Lymphdrainage eine stark entspannende und beruhigende Wirkung und sie regt das Immunsystem an.

Herkunft:

Die Technik der manuellen Lymphdrainage geht auf den dänischen Masseur und Physiotherapeuten Dr. phil. Emil Vodder (1896-1986) zurück. Während seiner Tätigkeit als Masseur an der Côte d’Azur stellte Vodder Anfang der 1930er Jahren fest, dass er chronische Erkältungskrankheiten durch eine vorsichtige Massage der geschwollenen Lymphknoten am Hals heilen konnte. Ausgehend von diesen Erfahrungen entwickelte er die Methode der manuellen Lymphdrainage. 1936 stellte Vodder seine Methode auf der „Exposition de Beauté et Santé“ in Paris erstmals öffentlich vor. Im Jahr 1958 gab er seinen ersten Kurs in manueller Lymphdrainage in Deutschland. Die Methode etablierte sich in den folgenden Jahren zunehmend, vor allem in Deutschland und in Österreich. Vodder gründete die „Gesellschaft für Manuelle Lymphdrainage nach Dr. Vodder“ und eine eigene Schule in Essen. In den 1980er Jahren wurden in Zusammenarbeit mit dem deutschen Verband für Physikalische Therapie einheitliche Richtlinien für die Ausbildung in manueller Lymphdrainage festgelegt, die bis heute für eine Qualitätssicherung der Ausbildung an deutschen und österreichischen Schulen sorgen.

Die manuelle Lymphdrainage ist heute ein fester Bestandteil der physikalischen Therapie und wird vorwiegend von Masseuren und Physiotherapeuten angewendet.

Fussreflexzonen-Massage

Die Fussreflexzonen-Massage ist eine Sonderform der Reflexzonenmassage, bei der spezielle Reflexzonen der Füsse behandelt werden.

Die Fussreflexzonen-Massage basiert auf dem von Fitzgerald entwickelten Körperzonenraster, das den Körper in zehn Längszonen und drei waagrechte Zonen aufteilt. Jede senkrechte Zone verläuft von der Schädeldecke über die Finger bis hinab zu den Füssen. Zu jeder Zone gehören jeweils ein bestimmter Zeh und ein Finger. Dazu kommen drei waagrechte Zonen: Kopf und Hals bilden die oberste Querzone, die mittlere umfasst Brust- und Bauchraum und die untere den Unterleib und das Becken. Aufgrund seiner Untersuchungen schloss Fitzgerald, dass man von jeder Stelle einer Zone alle Organe und Körperteile beeinflussen kann, die ebenfalls in dieser Zone liegen.

Eunice Ingham ergänzte diese Theorie durch die Vorstellung, dass sich jede Körperzone in einem bestimmten Areal oder Reflexpunkt auf den Fusssohlen widerspiegelt: So finden sich beispielsweise die Reflexzonen der Kopf- und Halsorgane im Bereich der Zehen, die Organe der Brust und des Bauchs im Bereich des Mittelfusses und die von Unterbauch und Becken an der Ferse. Auch an den Aussen- und Innenseiten der Füsse und an den Fussrücken liegen weitere Reflexzonen. Grundsätzlich gilt: Organe der linken Körperhälfte korrespondieren mit dem linken Fuss, Organe der rechten Körperseite mit dem rechten Fuss. Aufgrund dieser Zusammenhänge ist es möglich, durch einen gezielten Druck auf einen Reflexpunkt am Fuss auch weiter entfernt liegende Körperbereiche zu behandeln. Das gleiche Prinzip kann auch für die Hände angewendet werden: Bei der Handreflexzonen-Massage werden die entsprechenden Reflexpunkte an den Händen behandelt.

Herkunft:

Die moderne Fussreflexzonen-Massage geht auf den amerikanischen Hals-Nasen-Ohren-Arztes William Fitzgerald (1872-1942) zurück. Er beschäftigte sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts eingehend mit dem medizinischen Wissen der Indianer, zu deren traditionellen Behandlungsmassnahmen auch bestimmte Formen der Reflexzonentherapie zählten. Fitzgerald systematisierte und ergänzte die alten Überlieferungen und entwickelte eine eigene Methode, die er 1915 als „Zonentherapie“ vorstellte. In den dreissiger Jahren wurde diese Methode von der amerikanischen Masseurin Eunice Ingham (1889-1974) aufgegriffen und einem breiten Laienpublikum zugänglich gemacht.

In Europa war das damals als „Reflexologie“ bezeichnete Verfahren zunächst nur als vereinfachte Methode zur Eigenbehandlung und Gesundheitspflege bekannt. Hanne Marquardt, eine deutsche Masseurin, wendete das Verfahren ab 1958 in ihrer Praxis gezielt zur Behandlung von Patienten mit verschiedenen Erkrankungen an und gründete schliesslich eine eigene Ausbildungsstätte. Mittlerweile ist die Fussreflexzonen-Massage als differenzierte Behandlungsmethode anerkannt und in ganz Europa verbreitet.

Elektrotherapie

Die Elektrotherapie gehört zu den Verfahren der physikalischen Therapie. Mit Hilfe von elektronischen Geräten fliessen elektrische Ströme unterschiedlicher Frequenz durch den Körper oder Körperteile, um Krankheiten zu behandeln.

Im Rahmen der Elektrotherapie kommen Ströme mit unterschiedlichen Frequenzen zum Einsatz. Man spricht von Niederfrequenztherapie, wenn Ströme im Bereich von 0-1000 Hz eingesetzt werden. Für die Mittelfrequenztherapie werden Ströme von 1000-100’000 Hz verwendet und für die Hochfrequenztherapie Ströme, die eine Frequenz von mehr als 100’000 Hz haben. Die Spannungen werden mit speziellen Geräten erzeugt und dem Körper über Elektroden entweder in einem Wasserbad oder direkt auf der Haut angebracht zugeführt.

Im Organismus hat der Strom eine schmerzlindernde und durchblutungsfördernde Wirkung. Je nach Therapieform kann die Behandlung ausserdem entweder zu einer Entspannung oder zu einer Erregung der behandelten Muskulatur beitragen.

Aufgrund der guten Leitfähigkeit verläuft der Stromfluss entlang der Blut- und Lymphgefässe. Tiefere Strukturen im Körper werden durch die Elektrotherapie nur schwer erreicht. Weitere gute Stromleiter sind: Hirnflüssigkeit, Harn, die inneren Organe und Muskulatur. Schlechte Stromleiter sind: Fettgewebe, Gelenkkapseln, Sehnen, Knochen und bestimmte Nerven. Nichtleiter sind Haare und Nägel sowie die Hornschicht trockener Haut.

Herkunft:

Die therapeutische Wirksamkeit elektrischer Felder und Ströme ist seit langem bekannt: So wurden im Altertum beispielsweise Zitteraale zur Behandlung von Krankheiten wie Gicht, Arthritis und Kopfschmerzen verwendet. In der Mitte des 17. Jahrhunderts wurden die ersten „Elektrisiermaschinen“ entwickelt, mit deren Hilfe man elektrische Funken künstlich erzeugen konnte. Ab 1730 berichteten wissenschaftliche Zeitschriften laufend über Experimente und Forschungen zur Elektrizität. So veröffentlichte der deutsche Arzt und Naturforscher Johann Gottlieb Krüger (1715-1759) im Jahr 1743 einen Aufsatz über die Anwendung von Elektrizität zu Heilzwecken. Darin berichtete er vor allem von Erfolgen bei der Behandlung von Lähmungserscheinungen. Zahlreiche weitere Ärzte und Naturforscher wie zum Beispiel Luigi Galvani (1737-1798) und Michael Faraday (1791-1867) beschäftigten sich im Lauf der Zeit eingehend mit den therapeutischen Möglichkeiten des elektrischen Stroms und schufen durch ihre Versuche die Grundlagen für die spätere Elektromedizin. Im Jahr 1855 entwickelte Guillaume-Benjamin Duchenne (1806-1875) Elektroden, die elektrischen Strom auf bestimmte Körperareale konzentrieren konnten. Eine weitere Voraussetzung für die heutige Elektrotherapie war die fortschreitende Verbesserung der Geräte.

Heute wird die Elektromedizin in praktisch allen klinischen Bereichen angewendet. Ein Teilbereich der Elektromedizin ist die Elektrotherapie, die zu den physiotherapeutischen Behandlungsmethoden zählt.

Kneipp- / Hydro- / Thermotherapie

Bei der Kneipp-Therapie handelt es sich um ein ganzheitliches Heilverfahren, das vor allem aus Wasseranwendungen, aber auch aus einer speziellen Ernährungslehre, Heilpflanzenkunde, Bewegungstherapie und einer sogenannten Ordnungstherapie besteht. Man spricht auch von den „fünf Säulen“ der Kneipp-Therapie.

Für Kneipp waren die Menschen zu verweichlicht und schlecht abgehärtet. Deshalb zielt die Kneipp-Behandlung darauf ab, die dem Menschen angeborene „Naturkraft“ zu stärken und seine Selbstheilungskräfte anzuregen. Kneipp ging davon aus, dass eine gesunde Lebensweise die wichtigste Voraussetzung für eine gute Gesundheit darstellt. Deshalb basiert die Kneipp-Therapie auf fünf Elementen oder fünf Säulen: Wasser, Diätetik, Naturheilmittel, Bewegung und Lebensordnung.

Wesentlicher Bestandteil der Kneipp-Therapie ist die Beeinflussung der Temperaturregulation des Körpers durch äussere Reize, das heisst durch warmes oder kaltes Wasser. Um eine gleichmässige Körpertemperatur aufrecht zu erhalten, muss der Körper aktiv auf die Temperaturreize reagieren, zum Beispiel durch eine Veränderung der Durchblutung, des Herzschlags und der Atmung. Dies hat einen starken Einfluss auf das vegetative Nervensystem, so dass durch die Reizsetzung auch innere Organe und andere Körperteile beeinflusst werden. Darüber hinaus trägt die Wasseranwendung zur Reinigung der Haut und zur Stärkung des Immunsystems bei. Die traditionelle Kneipptherapie kennt über 130 verschiedene Anwendungen.

Herkunft:

Die therapeutische Anwendung von Wasser hat eine lange Tradition. Pythagoras (570 v. Chr.) soll das Wissen über den Nutzen kalter Bäder von Ägypten nach Griechenland gebracht haben. In den römischen Thermen wurden auch warme und heisse Heilquellen genutzt. Mit dem Zusammenbruch des Römischen Reichs verlor die Badekultur jedoch an Bedeutung, im Mittelalter wurden gemeinsame Badevergnügen von der Kirche sogar untersagt. Im Spätmittelalter glaubte man dann, Wasser übertrage Infektionskrankheiten.

Siegmund Hahn (1664-1742) und sein Sohn Johann Siegmund Hahn (1696-1773) (die „Wasserhähne“) belebten im 18. Jahrhundert die moderne Wassertherapie. Unter dem Naturheilkundigen Vinzenz Priessnitz (1799-1851), auf den viele der heutigen Anwendungen wie zum Beispiel die kalten Ganz- und Teilwickel zurückgehen, wurden die Methoden im 19. Jahrhundert weiterentwickelt.

Aufgrund eines Lungenleidens befasste sich der deutsche Theologiestudent Sebastian Kneipp (1821-1897) mit Heilungsmöglichkeiten und stiess dabei unter anderem auf die Werke von Siegmund und Johann Hahn. Es gelang ihm in der Folge, seine Krankheit mit Hilfe von kalten Tauchbädern in der Donau zu heilen. Im Rahmen seiner Tätigkeit als Pfarrer in Wörishofen im Unterallgäu entwickelte er ab 1855 ein vollständiges Behandlungssystem, das heute nicht nur in Form der sogenannten Kneipp-Kuren, sondern auch als Mittel zur Selbsthilfe Verwendung findet. 1886 veröffentlichte er den therapeutischen Leitfaden „Meine Wasserkur“, das sich als Bestseller herausstellte. 1880 wurde in Wörishofen unter seiner Führung eine Badeanstalt errichtet. Die Stadt erhielt 1920 den Status eines Kurbads und ist heute Sitz des deutschen Kneipp-Bunds.

Wickel / Umschläge / Fango

Bei den Wickeln oder Umschlägen handelt es sich um eine Anwendungsform der Hydrotherapie, bei der bestimmte Körperteile eingehüllt werden. Wickel und Umschläge bezeichnen dieselbe Methode.

Wasser hat die besondere Fähigkeit, Kälte und Wärme zu leiten. Die richtige Anwendung von Wasser kann den Stoffwechsel stimulieren, die Durchblutung verbessern sowie Atmung, Herztätigkeit, Magen-Darm-Trakt und Nervensystem positiv beeinflussen.

Wickel oder Umschläge wirken sich auf den Wärmehaushalt des Körpers, das Nervensystem, den Blutkreislauf, den Stoffwechsel, die Hauttätigkeit und die Ausscheidung von Krankheitsstoffen aus. Wickel werden lokal angewandt. Dabei wird ein Leinentuch in Wasser getaucht und je nach Therapieziel leicht oder kräftig ausgedrückt. Anschliessend wird der feuchte Wickel an die betroffene Körperstelle aufgelegt. Kalte Wickel entziehen dem Körper Hitze und lindern dadurch Fieber und Entzündungen, warme Wickel regen die Durchblutung und den Stoffwechsel an und wärmen einen unterkühlten Körper auf.

Herkunft:

Die therapeutische Anwendung von Wasser hat eine lange Tradition. Pythagoras (570 v. Chr.) soll das Wissen über den Nutzen kalter Bäder von Ägypten nach Griechenland gebracht haben. In den römischen Thermen wurden auch warme und heisse Heilquellen genutzt. Mit dem Zusammenbruch des Römischen Reichs verlor die Badekultur jedoch an Bedeutung, im Mittelalter wurden gemeinsame Badevergnügen von der Kirche sogar untersagt. Im Spätmittelalter glaubte man dann, Wasser übertrage Infektionskrankheiten.

Siegmund Hahn (1664-1742) und sein Sohn Johann Siegmund Hahn (1696-1773) (die „Wasserhähne“) belebten im 18. Jahrhundert die moderne Wassertherapie. Unter dem Naturheilkundigen Vinzenz Priessnitz (1799-1851), auf den viele der heutigen Anwendungen wie zum Beispiel die kalten Ganz- und Teilwickel zurückgehen, wurden die Methoden im 19. Jahrhundert weiterentwickelt. Der Theologe Sebastian Kneipp (1821-1897) gilt als sein Nachfolger. Priessnitz prägte den Begriff Umschlag, auf Kneipp geht die Bezeichnung Wickel zurück.

Die in jener Zeit entwickelten Verfahren werden heute sowohl im Rahmen verschiedener Heilberufe, wie zum Beispiel Medizinische Masseure oder Naturheilpraktiker, als auch von der Schulmedizin zur Behandlung bestimmter Erkrankungen eingesetzt.

Quelle: EMindex